Bauen
Technik kennenlernen und die DIY-Sensorbox Schritt für Schritt zusammensetzen.
Zur SensorboxDie Umweltmessstation
Umweltmessstation
Die UMS ist eine mobile Umweltmessstation zum selbst Aufbauen, Forschen und Experimentieren. Sie erfasst verschiedene Umweltdaten und macht sie direkt vor Ort sowie online sichtbar. Entwickelt wurde sie so, dass sie auch gemeinsam in Workshops, Schulen und Jugendgruppen aufgebaut und anschließend für eigene Messungen eingesetzt werden kann.
Auf einen Blick
Eine Besonderheit der UMS ist, dass sie mehrere unterschiedliche Umweltgrößen gleichzeitig mit einer einzigen mobilen Messbox erfasst – von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck über Feinstaub und Umgebungslicht bis hin zum Schallpegel.
Dadurch können die Messwerte nicht nur einzeln betrachtet, sondern auch miteinander in Beziehung gesetzt werden. Besonders die gemeinsame Erfassung von Umweltdaten und Schallpegel eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für Untersuchungen und Vergleiche an unterschiedlichen Orten.
So entsteht ein umfassenderes Bild der Umwelt vor Ort – weil unterschiedliche Einflüsse gleichzeitig mit derselben Messstation erfasst werden.
Misst die aktuelle Lufttemperatur und macht Veränderungen im Tagesverlauf oder zwischen verschiedenen Messorten sichtbar.
Erfasst, wie hoch der Anteil der Feuchtigkeit in der Umgebungsluft ist.
Misst den aktuellen atmosphärischen Luftdruck am Standort der UMS.
Erfasst Partikel unterschiedlicher Größe in der Luft und macht damit die Feinstaubbelastung messbar.
Misst die aktuelle Lichtstärke in Lux und zeigt, wie hell es am Messort ist.
Misst den Schallpegel und ermittelt sowohl den durchschnittlichen als auch den maximalen Schallpegel.
Mit der Umweltmessstation arbeiten
Technik kennenlernen und die DIY-Sensorbox Schritt für Schritt zusammensetzen.
Zur SensorboxMit der Sensorbox die eigene Umgebung erforschen und Unterschiede zwischen Messorten entdecken.
Zum WorkshopMessdaten vergleichen, einordnen und gemeinsam auswerten.
Zu den AuswertungenÜberblick
Die Sensoren der UMS erfassen regelmäßig die Umweltbedingungen vor Ort. Eine kleine Steuereinheit in der Messbox (ESP32) sammelt die Messwerte und sendet sie energiesparend per Funk (LoRaWAN). Über ein gemeinsames Funknetzwerk (The Things Network) gelangen die Daten anschließend über das Internet zu unserem System.
Dort werden die Messdaten automatisch entgegengenommen und weitergeleitet (MQTT). Eine Software zur Verarbeitung der Daten (Telegraf) bereitet sie für die Speicherung in einer Messwert-Datenbank (InfluxDB) vor. Für die Darstellung und Auswertung verwenden wir Grafana. So entstehen aus den einzelnen Messungen Diagramme, Übersichten und Karten, mit denen sich Zeiträume und unterschiedliche Messorte vergleichen lassen.
Auswertungen
Interaktive Auswertungen für die Messdaten der UMS werden derzeit vorbereitet. Hier erhältst du einen ersten Überblick darüber, welche Ansichten künftig entstehen sollen.
Das Projekt
Umwelt und Klima lassen sich besonders gut verstehen, wenn man selbst beobachtet, Fragen stellt und eigene Messungen durchführt. Genau hier setzt das UMS-Projekt an: Kinder, Jugendliche und andere Interessierte sollen Umweltfaktoren in ihrer eigenen Umgebung nicht nur kennenlernen, sondern selbst untersuchen können.
Die Umweltmessstation verbindet deshalb Technik mit praktischem Forschen. Beim Aufbauen, Messen und Auswerten wird sichtbar, wie Umweltdaten entstehen und was sie über unterschiedliche Orte und Situationen erzählen können. Dabei geht es nicht nur um einzelne Messwerte, sondern darum, Unterschiede zu entdecken, Vergleiche anzustellen und eigene Fragen an die Umwelt zu entwickeln.
Selbst bauen, selbst messen, selbst verstehen – die UMS macht Umweltforschung praktisch erfahrbar.
Die UMS wurde nicht nur am Schreibtisch entwickelt. Im Projekt wurden Technik, Workshop-Konzept und praktische Umweltmessungen miteinander verbunden. Die Sensorboxen wurden aufgebaut, weiterentwickelt und gemeinsam mit Teilnehmenden in Workshops und bei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt.
Idee und Entwicklung
Aus der Idee einer mobilen und selbst nachbaubaren Umweltmessstation entstand schrittweise die UMS. Sensorik, Elektronik, Gehäuse, Energieversorgung, Funkübertragung und Datenplattform wurden dabei als gemeinsames System entwickelt.
Bauen und verbessern
Beim Aufbau und bei praktischen Tests zeigte sich, welche Lösungen im Alltag funktionieren und wo Verbesserungen notwendig sind. Erfahrungen aus dem Aufbau flossen deshalb immer wieder in die Weiterentwicklung der Sensorbox ein.
Gemeinsam erproben
In Workshops und bei öffentlichen Veranstaltungen konnten Teilnehmende die Umweltmessstation kennenlernen, selbst mit Technik und Messwerten arbeiten und die eigene Umgebung untersuchen.
Weitergeben und weiterentwickeln
Die Erfahrungen aus Entwicklung und Workshops werden dokumentiert und die Materialien schrittweise bereitgestellt. Die UMS soll damit auch nach dem Förderprojekt nachvollzogen, nachgebaut und weiterentwickelt werden können.
Entscheidend war dabei nicht nur, dass funktionierende Sensorboxen entstanden. Die UMS sollte von Anfang an ein Werkzeug zum gemeinsamen Bauen, Messen und Verstehen sein.
Das Booklet zum Projekt
Das Booklet dokumentiert das UMS-Projekt und zeigt, wie sich die DIY-Sensorbox bauen, für eigene Messungen einsetzen und in Workshops nutzen lässt. Es enthält Bauanleitungen, Workshop-Ideen, Hinweise zur Datenauswertung und Erfahrungen aus dem Projekt.
Booklet als PDF herunterladen